Trotz höherer Tabaksteuer weniger Einnahmen in 2010 in Deutschland
Sonntag, den 23. Januar 2011 um 11:00 Uhr

Die Einnahmen aus der Tabaksteuer sanken im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent.

200 Millionen Euro hat der Staat im Jahre 2010 bei der Einnahme der Tabaksteuer verloren.

Das sind 1,5 % des gesamtem Tabaksteuer Aufkommens 13,3 Milliarden Euro waren es aber immer noch das teile das Statistische Bundesamt mit Im Jahre 2005 hatte die Tabaksucht dem Staat noch 900 Millionen Euro mehr eingebracht.

Mit Blick auf die Veröffentlichung der Amtlichen Banderolenstatistik des Statistischen Bundesamtes am 21. Januar 2010 kommentiert der VdR die Absatzahlen im deutschen Tabakmarkt: In einem insgesamt rückläufigen Markt für Tabakerzeugnisse konnten Feinschnitttabake mit einem Wachstum von 24.404 t in 2009 auf 25.486 t in 2010 (+ 1.082 t) ihre Position als fiskalische Alternative zu nicht in Deutschland versteuerten Tabakprodukten festigen. Die Gründe sieht der Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) u.a. in der wirtschaftlich angespannten Situation vieler Tabakkonsumenten, die legal in Deutschland versteuerte Produkte gegenüber billiger Schmuggelware und Produktfälschungen bevorzugen.


Ab Mai 2011 könnte sich das Blatt jedoch wenden. Dann tritt die erste von fünf Tabaksteuererhöhungen in Kraft, die die mehrheitlich mittelständischen Hersteller und Importeure von Feinschnitts unter besonderen Druck setzen dürfte: Die für Feinschnitt überproportional hohe Tabaksteueranhebung würde die günstigen Preisklassen zu steuerbedingten Preissteigerungen um bis zu 60 Cent je 40 g zwingen. „Wir können noch nicht einschätzen wie die Konsumenten das verkraften.“, sagt Franz Peter Marx, Hauptgeschäftsführer im zuständigen Fachverband VdR. Eine realistische Einschätzung für 2011 gehe daher entgegen den positiven Daten aus den vorigen Jahren von einem Absatzrückgang um ca. 3-5 % aus. Dabei sei natürlich auch die Preisentwicklung in den europäischen Nachbarstaaten zu beobachten, um mögliche Ausweichbewegungen einzuschätzen. Im Markt für Pfeifentabake musste erneut ein Absatzrückgang von 806 t in 2009 auf 756 Tonnen in 2010 verzeichnet werden. Dies entspricht einem Minus von 6,3 %. Damit haben Pfeifentabake erneut einen historischen Tiefststand erreicht. Ob es in diesem Nischensegment für Genussraucher zu einer Renaissance kommen kann bleibt weiter ungewiss.

 

Quelle : Stat. Bundesamt und Verband der Tabakindustrie